Sie legt nicht fest, wann eine Anlage oder ein Arbeitsmittel geprüft werden muss und welche Prüfergebnisse zulässig sind. Diese Anforderungen ergeben sich beispielsweise aus DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, DIN EN 60204-1, der Betriebssicherheitsverordnung oder der DGUV Vorschrift 3 beziehungsweise 4.
DIN EN IEC 61557 (VDE 0413) – Prüfgeräte für elektrische Schutzmaßnahmen
Anforderungen an Prüf-, Mess- und Überwachungsgeräte
Die Normenreihe legt Anforderungen an Prüf-, Mess- und Überwachungsgeräte fest, die zur Beurteilung elektrischer Schutzmaßnahmen in Niederspannungsnetzen bis 1.000 V AC und 1.500 V DC eingesetzt werden. Sie regelt insbesondere Messverfahren, Betriebsmessunsicherheit, Fremdspannungsfestigkeit, Schutz vor gefährlichen Berührungsspannungen sowie Kennzeichnung und Betriebsanleitung der Geräte.
Wichtige Teile behandeln:
Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz sowie Schutzleiter- und Potentialausgleichswiderstand,
Erdungswiderstand, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen und Phasenfolge,
Isolationsüberwachung und Isolationsfehlersuche in IT-Systemen,
kombinierte Installationstester, Differenzstromüberwachungsgeräte und Ableitstromzangen,
Prüfgeräte für elektrische Maschinenausrüstungen sowie elektrische und medizinische Geräte.
Multifunktionsprüfgeräte
Bei einem Multifunktionsprüfgerät muss jede einzelne Messfunktion die Anforderungen des jeweils zutreffenden Teils der Normenreihe erfüllen. Dadurch sollen sichere Messungen sowie zuverlässige und zwischen unterschiedlichen Geräten vergleichbare Ergebnisse gewährleistet werden.
berührungslose Spannungsindikatoren
Besondere Vorsicht gilt bei berührungslosen Spannungsindikatoren nach Teil 17: Sie dürfen eine vorhandene Wechselspannung anzeigen, sind jedoch nicht zum Feststellen der Spannungsfreiheit geeignet.