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Interne Risikoanalyse

Facility Management: Elektrische Sicherheit » DGUV V3/V4 » Interne Vergabe » Interne Risikoanalyse

Interne Risikoanalyse für elektrische Sicherheit und DGUV V3 Prüfungen

Interne Risikoanalyse

Diese interne Risikoanalyse dient der strukturierten Identifikation, Bewertung und Steuerung wesentlicher Risiken im Zusammenhang mit der geplanten Vergabe von DGUV-V4-orientierten Prüfleistungen für elektrische Betriebsmittel. Ziel ist die frühzeitige Erkennung technischer, organisatorischer, wirtschaftlicher, vergaberechtlicher und datenschutzbezogener Risiken, damit Leistungsbeschreibung, Vertragsbedingungen, Preisblatt, Eignungsanforderungen und interne Projektprozesse belastbar aufgebaut werden können. Die Risikoanalyse ist ausschließlich für den internen Gebrauch bestimmt und bildet eine Grundlage für Vergabestrategie, Vertragsgestaltung, Budgetplanung, Qualitätsanforderungen und spätere Leistungsüberwachung.

Interne Risikoanalyse bei DGUV-Prüfungen

Projektübersicht

Thema

Beschreibung

Auftraggeber

[einzutragen]

Vergabegegenstand

DGUV-V4-orientierte Prüfleistungen für elektrische Betriebsmittel

Vergabeart

Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb

Vertragsmodell

Einheitspreisvertrag mit Mengengerüst und ergänzenden Pauschalpositionen

Geplante Vertragslaufzeit

[einzutragen]

Leistungsorte

Standorte / Gebäude / Nutzungsbereiche des Auftraggebers

Prüfbestand

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel gemäß Bestandsliste und Gefährdungsbeurteilung

Prüfintervalle

Risikoorientiert gemäß Gefährdungsbeurteilung

Wesentliche Anforderungen

Prüfung, Kennzeichnung, Dokumentation, Mängelmeldung, Datenexport, Neugeräteprozess und vollständige Datenübergabe

Interne Platzhalter

[Vergabenummer], [Projektleitung], [Vergabestelle], [Facility Management], [Verfahrenszeitplan]

Ziel der Risikoanalyse

Die Risikoanalyse soll sicherstellen, dass kritische Risiken frühzeitig bewertet und geeignete Gegenmaßnahmen in die Vergabe- und Vertragsunterlagen integriert werden. Besonderer Fokus liegt auf Betriebssicherheit, Nachweisfähigkeit, Vergaberechtskonformität, Datenverfügbarkeit, Qualität der Prüfleistungen sowie organisatorischer Umsetzbarkeit im laufenden Betrieb. Die Analyse ist fortzuschreiben, wenn sich Mengen, Standortstruktur, Datenlage, Vertragsmodell oder Datenschutzanforderungen ändern.

Bewertungslogik

Bewertungskriterium

Beschreibung

Eintrittswahrscheinlichkeit

niedrig / mittel / hoch

Auswirkung

gering / wesentlich / kritisch

Risikoklasse

niedrig / mittel / hoch

Steuerbarkeit

gut steuerbar / teilweise steuerbar / schwer steuerbar

Gegenmaßnahme

organisatorisch, technisch, vertraglich oder vergaberechtlich

Verantwortlichkeit

[Vergabestelle], [Facility Management], [Fachbereich], [Datenschutz], [IT], [Projektleitung]

Risiken der Leistungsausführung

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Risikoklasse

Gegenmaßnahme

Unvollständige Prüfungen

Räume, Bereiche oder Betriebsmittel werden nicht vollständig erfasst oder geprüft.

Sicherheits- und Haftungsrisiko, unvollständiger Nachweis

hoch

Raumweise oder bereichsweise Vollprüfung als Muss-Anforderung; Statusführung für nicht zugängliche Bereiche

Nicht qualifiziertes Prüfpersonal

Einsatz von Personen ohne ausreichende Befähigung oder aktuelle Regelwerkskenntnis.

Fehlerhafte Prüfergebnisse, rechtliches Risiko

hoch

Nachweis befähigter Personen, Qualifikationsprüfung, Austausch nur bei gleichwertiger Qualifikation

Fehlende Messwertdokumentation

Prüfergebnisse sind unvollständig, nicht messwertbasiert oder nicht prüffähig dokumentiert.

Verlust der Nachweisfähigkeit

hoch

Pflichtfelder je Prüfling, Musterprotokolle, digitale Plausibilitätsprüfung

Mangelhafte Prüfqualität

Unrealistische Prüfzeiten, fehlende Sichtprüfung oder fehlende Qualitätssicherung.

Sicherheitsmängel bleiben unentdeckt

hoch

Qualitätssicherungskonzept, Stichprobenrechte, Prüfung ungewöhnlich niedriger Preise

Falsche Prüfintervallzuordnung

Betriebsmittel werden nicht nach tatsächlicher Nutzung und Beanspruchung eingeordnet.

falsche Prüffristen, Compliance-Risiko

mittel / hoch

verbindliche Intervallmatrix auf Basis der Gefährdungsbeurteilung

Sondergeräte werden unzulässig mitgeprüft

Besonders geregelte Geräte werden ohne passende Normgrundlage einbezogen.

fachliches und haftungsrechtliches Risiko

mittel

klare Scope-Abgrenzung; Sondergeräte nur bei ausdrücklicher Benennung

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Gegenmaßnahme

Nicht geeignete oder nicht kalibrierte Prüfmittel

Messgeräte sind nicht geeignet, nicht überwacht oder nicht nachweisbar kalibriert.

ungültige oder zweifelhafte Messergebnisse

Geräteliste, Kalibrier-/Prüfmittelnachweise, Ersatzgerätekonzept

Fehlende mobile Datenerfassung

Ergebnisse werden nachträglich oder unstrukturiert übertragen.

Medienbrüche, Fehler, Verzögerungen

mobile Erfassung, Pflichtfelder, QR-/Barcode-Zuordnung, Offline-/Sync-Konzept

Instabiles Prüfsystem

Onlinezugriff oder Datenverfügbarkeit ist eingeschränkt.

Betriebs- und Nachweisrisiko

Mindestanforderungen an Verfügbarkeit, Hosting, Rollenrechte und Datensicherung

Proprietäre Datenformate

Daten können am Vertragsende nicht vollständig weiterverwendet werden.

Lock-in, Verlust der Prüfhistorie

verbindlicher Export in offenen Formaten und vollständige Datenübergabe

Betriebs- und Ablaufbezogene Risiken

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Gegenmaßnahme

Störung des Betriebs

Mehrfache Begehungen oder unkoordinierte Prüfungen beeinträchtigen den laufenden Betrieb.

Akzeptanzverlust, Verzögerungen

abgestimmte Prüfzeitfenster, gebündelte Durchführung, klare Vorankündigung

Nicht zugängliche Bereiche

Bereiche sind trotz Planung nicht zugänglich.

Rückstände, Nachtragsforderungen

keine gesonderte Wartezeit, sofern alternative Bereiche prüfbar sind; Statusliste und Nachplanung

Ausfall von Prüfpersonal

Termine können nicht eingehalten werden.

Verzögerung, Qualitätsrisiko

Vertretungs- und Kapazitätskonzept; Eskalationsregel

Verzögerte Neugeräteprüfung

Neue Geräte werden vor Prüfung genutzt.

Sicherheits- und Organisationsrisiko

fester Prüfslot; Prüfung vor Nutzung oder innerhalb definierter Frist

Unklare Mitwirkungspflichten

Zuständigkeiten für Zugang, Nutzerinformation oder Ersatzgeräte sind nicht eindeutig.

Ablaufstörungen

Mitwirkungspflichten und Auftragnehmerpflichten eindeutig regeln

Fehlende Bestandsdatenqualität

Inventarnummern, Raumdaten oder Prüfhistorien sind unvollständig.

Datenfehler, falsche Kalkulation

Initialer Datenabgleich, Pflicht zur Meldung von Abweichungen, fortschreibbare Prüfliste

Preis- und Kalkulationsrisiken

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Gegenmaßnahme

Ungewöhnlich niedrige Angebote

Preise decken Prüfqualität, Personal, Dokumentation oder Koordination nicht realistisch ab.

Leistungsdefizite, Nachträge

Preisaufklärung; Prüfung von Prüfzeiten, Stundenansätzen, Nebenleistungen und Dokumentationsaufwand

Nicht vergleichbare Angebote

Bieter kalkulieren Nebenleistungen unterschiedlich.

verzerrte Wertung

strukturiertes Preisblatt mit Einheitspreisen und klaren Pauschalen

Verdeckte Zusatzkosten

Reise, Kennzeichnung, Berichte oder Datenpflege werden nachträglich geltend gemacht.

Budgetrisiko

vollständige Einpreisung aller Nebenleistungen

Mengenunsicherheit

Bestandsmengen und Jahresmengen sind nicht vollständig belastbar.

Kalkulations- und Abrechnungsrisiko

Mengengerüst als Bewertungsbasis festlegen; Abrechnung nach bestätigter Leistung

Vertragsende-Datenübergabe verursacht Zusatzkosten

Daten werden nur gegen Zusatzvergütung herausgegeben.

Lock-in und Budgetrisiko

Datenübergabe als Vertragsleistung; Zahlungs-/Einbehaltsmechanismus prüfen

Vergaberechtliche Risiken

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Gegenmaßnahme

Unklare Leistungsbeschreibung

Prüfmethodik, Datenpflichten oder Schnittstellen sind nicht eindeutig.

Rügen, Nachprüfungsrisiko, unklare Angebote

technisch präzise Leistungsdefinition

Diskriminierende Anforderungen

Anforderungen bevorzugen bestimmte Anbieter, Produkte oder Standorte.

vergaberechtliche Angreifbarkeit

produkt- und standortneutrale Anforderungen

Unklare Verhandlungsgrenzen

Mindestanforderungen werden versehentlich verhandelt.

Verfahrensrisiko

nicht verhandelbare Inhalte klar festlegen

Fehlende Dokumentation der Wertung

Bewertung ist nicht nachvollziehbar.

Beanstandungsrisiko

Bewertungsmatrix, Einzel- und Konsolidierungswertung, Vergabevermerk

Unzureichende Eignungskriterien

ungeeignete Anbieter erreichen die Angebotsphase.

Leistungsrisiko

Referenzen, Qualifikationsnachweise, Personal- und Prüfmittelkapazität als Eignungsanforderungen

Daten- und Prüfsysteme

Risiko

Beschreibung

Auswirkung

Gegenmaßnahme

Personenbezogene Daten im QR-Code

QR-Code enthält unmittelbar lesbare personenbezogene Daten.

Datenschutzrisiko

QR-Code nur als Token oder Link zu geschütztem Datensatz

Fehlende Zugriffskontrolle

Unberechtigte Personen können Prüfdaten einsehen oder ändern.

Datenschutz- und Integritätsrisiko

Rollen- und Rechtekonzept, Protokollierung, verschlüsselte Übertragung

Unklare Auftragsverarbeitung

Portalbetrieb oder Nutzerkonten führen zu personenbezogener Datenverarbeitung ohne Regelung.

DSGVO-Risiko

Auftragsverarbeitungsvereinbarung bei Bedarf; Datenschutzprüfung vor Zuschlag

Datenverlust bei Vertragsende

Prüfhistorien, Mängellisten oder QR-Bezüge werden nicht vollständig übergeben.

Verlust der Nachweisfähigkeit

vollständige Datenherausgabe in maschinenlesbarer Form

Unsichere Hosting- oder Subunternehmerstruktur

Datenverarbeitung erfolgt ohne ausreichende Transparenz.

IT- und Datenschutzrisiko

Anforderungen an Hosting, Subunternehmerkette, Datensicherung und Zugriffsschutz

Geplante Maßnahmen

Maßnahmenbereich

Interne Vorgabe

Qualifikation

Einsatz nur befähigter Personen mit elektrotechnischer Fachkunde und aktuellen Regelwerkskenntnissen

Prüfmethodik

Sichtprüfung, Messprüfung, erforderliche Funktionsprüfung, Bewertung und Dokumentation als Mindestprozess

Betriebsorganisation

Vorankündigung vor Prüfkampagnen; vollständige Prüfung freigegebener Bereiche; Fortsetzung in zugänglichen Bereichen

Neugeräteprozess

Prüfung vor Nutzung oder innerhalb definierter Frist

Dokumentation

Pflichtfelder, QR-/Barcode-Bezug, digitale Prüfhistorie, Mangelstatus und nächster Prüftermin

Datenexport

maschinenlesbare und prüffähige Exportformate; vollständige Übergabe bei Vertragsende

Datenschutz

keine personenbezogenen Klartextdaten im QR-Code; Rollenrechte; AVV bei personenbezogener Verarbeitung

Preisstruktur

Einheitspreise je Gerätegruppe, klare Pauschalen, Nebenleistungen vollständig eingepreist

Qualitätssteuerung

Stichproben, KPI-Berichte, Plausibilitätskontrollen und Korrekturpflichten

Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

Die Risikoanalyse zeigt, dass die geplante Vergabe technisch, organisatorisch und wirtschaftlich umsetzbar ist, sofern die identifizierten Risiken bereits in Vergabestrategie, Leistungsbeschreibung, Preisblatt, Vertragsentwurf und Bewertungsmatrix berücksichtigt werden. Besondere Bedeutung haben qualifizierte Prüfpersonen, vollständige Prüfdurchführung, belastbare digitale Dokumentation, klare Datenübergabe, Datenschutz im QR-/Portalsystem, realistische Preisbewertung sowie klare Regelungen zu nicht zugänglichen Bereichen und Neugeräten.

Empfohlen wird, die Leistung mit einem strukturierten Einheitspreismodell auszuschreiben, Qualitätskriterien angemessen zu gewichten und ungewöhnlich niedrige Angebote sorgfältig auf Plausibilität zu prüfen. Vor Veröffentlichung der Vergabeunterlagen sollten die Risiken mit Facility Management, Vergabestelle, Datenschutz und IT abgestimmt werden.

Freigabe und interne Dokumentation

Thema

Information

Verantwortliche Stelle

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Bearbeitet durch

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Fachlich geprüft durch

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Vergabeseitig geprüft durch

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Datenschutz / IT geprüft durch

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Freigabedatum

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Versionsstand

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Interne Ablagereferenz

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