Aufforderung zur Teilnahme
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Aufforderung zur Teilnahme / Angebotsabgabe
Dieses Dokument stellt die formelle Aufforderung zur Teilnahme und, nach erfolgreicher Auswahl, zur Angebotsabgabe im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb für DGUV-V3-Prüfleistungen dar. Es richtet sich an alle interessierten Unternehmen, die über die personellen, fachlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen verfügen, um die ausgeschriebenen Prüfleistungen rechtskonform, betriebssicher und nachvollziehbar zu erbringen.
Ziel der Beschaffung ist die Beauftragung eines leistungsfähigen Auftragnehmers für die Planung, Durchführung, Dokumentation und Nachverfolgung von Prüfungen an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln. Erwartet wird ein wirtschaftlicher, standardisierter und digital dokumentierbarer Leistungsansatz, der den sicheren Betrieb der Liegenschaften und eine belastbare Prüf- und Nachweisführung unterstützt.
Dieses Dokument ist zusammen mit sämtlichen Anlagen vollständig zu lesen. Soweit projekt-, objekt- oder mengenbezogene Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abschließend vorliegen, sind die entsprechenden Felder als Platzhalter gekennzeichnet und vor finaler Veröffentlichung zu vervollständigen.
Aufforderung zur Teilnahme im Vergabeverfahren
- Gegenstand der Beschaffung
- Geschätzter Umfang und Rahmenbedingungen
- Verfahrensart und Ablauf
- Leistungsumfang und technische Anforderungen
- Teilnahme- und Eignungsanforderungen
- Einzureichende Unterlagen
- Formale Vorgaben, Einreichung und Fristen
- Prüfung, Auswahl und Zuschlag
- Kommunikation, Rückfragen und Verhandlungsregeln
- Wesentliche Vertrags- und Compliance-Bedingungen
Gegenstand der Beschaffung
Gegenstand der Beschaffung sind DGUV-V3-Prüfleistungen beziehungsweise Prüfleistungen nach DGUV Vorschrift 3 für elektrische Anlagen und Betriebsmittel innerhalb des in den Vergabeunterlagen beschriebenen Objekt- oder Standortportfolios. Der konkrete Umfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung, den Objekt- und Bestandslisten sowie den vom Auftraggeber festgelegten Prüf- und Dokumentationsanforderungen.
Die Leistungen umfassen insbesondere die organisatorische Vorbereitung der Prüfungen, die Abstimmung mit den benannten Ansprechpartnern vor Ort, die Durchführung von Sicht-, Mess- und Funktionsprüfungen, die Kennzeichnung des Prüfergebnisses soweit gefordert, die Dokumentation der Ergebnisse, die strukturierte Mängelklassifizierung sowie die Übergabe der Prüfdaten in der vorgegebenen Form.
Die Leistungen sind mindestens in Übereinstimmung mit den zum Zeitpunkt der Leistungserbringung geltenden einschlägigen gesetzlichen, berufsgenossenschaftlichen und elektrotechnischen Regelwerken zu erbringen, insbesondere DGUV Vorschrift 3, Betriebssicherheitsverordnung, TRBS 1201, TRBS 1203, DIN VDE 0105-100, DIN VDE 0100-600 sowie für Geräteprüfungen die jeweils anwendbaren Prüfregeln nach DIN EN 50678 und DIN EN 50699 oder entsprechenden Nachfolgeregelungen, soweit einschlägig.
| Vertragsbezeichnung | DGUV-V3-Prüfleistungen / Prüfleistungen nach DGUV Vorschrift 3 |
|---|---|
| Vertragsart | Dienstleistungsauftrag |
| Leistungsbereich | [ortsveränderliche Betriebsmittel / ortsfeste Betriebsmittel / elektrische Anlagen / Maschinen / Sonstiges] |
| Erfüllungsort | [Standort / Portfolio / Region] |
| Vertragslaufzeit | [Beginn] bis [Ende] |
| Verlängerungsoptionen | [ja / nein; Beschreibung] |
Verfahrensart und Ablauf
Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt. In einer ersten Stufe reichen interessierte Unternehmen einen Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen zur Eignung ein. Der Auftraggeber prüft die formelle Zulässigkeit, etwaige Ausschlussgründe sowie die wirtschaftliche, technische und berufliche Leistungsfähigkeit der Bewerber.
Die nach Maßgabe der veröffentlichten Auswahlkriterien geeigneten Bewerber werden in einer zweiten Stufe zur Abgabe eines Erstangebots aufgefordert. Der Auftraggeber behält sich vor, mit den zur Angebotsabgabe aufgeforderten Bietern eine oder mehrere Verhandlungsrunden zu den technischen, organisatorischen und kommerziellen Inhalten der Angebote durchzuführen. Nicht verhandelbar bleiben die festgelegten Mindestanforderungen sowie die grundlegenden Zuschlagskriterien.
Nach Abschluss der Verhandlungen werden die verbleibenden Bieter gegebenenfalls zur Abgabe eines finalen Angebots aufgefordert. Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot unter Berücksichtigung der bekanntgemachten Zuschlagskriterien erteilt.
| Veröffentlichung / Bereitstellung der Unterlagen | [Datum] |
|---|---|
| Frist für Bieterfragen | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Frist für Teilnahmeanträge | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Auswahl / Einladung zur Angebotsabgabe | [Datum] |
| Frist für Erstangebote | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Verhandlungsgespräche | [voraussichtlicher Zeitraum] |
| Frist für finale Angebote | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone, soweit anwendbar] |
| Zuschlagsentscheidung / Information | [Datum] |
| Geplanter Leistungsbeginn | [Datum] |
Geplante Verfahrensschritte
Veröffentlichung der Vergabeunterlagen und Freischaltung des Teilnahmewettbewerbs
Prüfung der Teilnahmeanträge auf formelle Vollständigkeit, Ausschlussgründe und Eignung
Auswahl der Bewerber und Aufforderung zur Abgabe eines Erstangebots
Prüfung der Erstangebote und Durchführung von Aufklärungen beziehungsweise Verhandlungen
Aufforderung zur Abgabe finaler Angebote, soweit vom Auftraggeber vorgesehen
Zuschlagsentscheidung und Vertragsabschluss
Leistungsumfang und technische Anforderungen
Der künftige Auftragnehmer hat die DGUV-V3-Prüfleistungen so zu erbringen, dass der Auftraggeber eine belastbare, objektbezogene und auditfähige Nachweisführung über den Zustand der geprüften elektrischen Anlagen und Betriebsmittel erhält. Die Leistung ist so zu organisieren, dass der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Der Auftragnehmer hat sämtliche Leistungen eigenverantwortlich zu steuern und mit den örtlichen Ansprechpartnern eng abzustimmen. Er hat insbesondere sicherzustellen, dass Prüfungen nur dort und zu den Zeiten stattfinden, zu denen Zugang, Betriebsfreigabe und gegebenenfalls Abschaltungen abgestimmt sind.
Mindestinhalte der Leistungserbringung
Prüfplanung auf Basis der vom Auftraggeber bereitgestellten Bestandsdaten, Lagepläne, Standortinformationen und betrieblichen Randbedingungen
Durchführung von Erst-, Wiederholungs- und gegebenenfalls Nachprüfungen, soweit diese im Leistungsumfang vorgesehen sind
Einsatz kalibrierter beziehungsweise rückführbar überprüfter Mess- und Prüfmittel
Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, ortsfester elektrischer Betriebsmittel, elektrischer Anlagen und weiterer ausdrücklich benannter elektrischer Arbeitsmittel
Zuordnung sämtlicher Ergebnisse zu eindeutigen Objekt-, Raum-, Anlagennummern oder Asset-IDs
Sofortmeldung sicherheitskritischer Mängel an die vom Auftraggeber benannte Stelle am Tag der Feststellung
Übergabe prüffähiger, nachvollziehbarer und revisionssicher strukturierter Dokumentation in den geforderten Dateiformaten
Erwartete Leistungsbestandteile
| Leistungsbestandteil | Erwarteter Inhalt |
|---|---|
| Prüfvorbereitung | Bestandsabgleich, Terminplanung, Ressourcenplanung, Zugangsklärung, Abstimmung der Prüfabschnitte |
| Prüfdurchführung | Sicht-, Mess- und Funktionsprüfungen gemäß anwendbaren Regelwerken und Leistungsbeschreibung |
| Kennzeichnung | Prüfplaketten, Statuskennzeichnung oder sonstige Ergebniskennzeichnung nach Vorgabe des Auftraggebers |
| Dokumentation | Einzelprüfprotokolle, Messwerte, Prüfergebnis, Mängelbeschreibung, Maßnahmenempfehlung, Nachweislisten |
| Mängelmanagement | Klassifizierung, Sofortmeldung kritischer Mängel, strukturierte Übergabe offener Punkte |
| Datenübergabe | PDF, Excel/CSV und gegebenenfalls Importstruktur für CAFM/CMMS |
| Berichtswesen | Fortschrittsberichte, Abschlussbericht, Managementzusammenfassung nach Bedarf |
| Optionale Leistungen | Nachprüfungen, Sondertermine, Wochenend- oder Nachtarbeit, zusätzliche Auswertungen |
Operative Ausführung und Dokumentation
Erstellung eines Mobilisierungs- und Terminplans einschließlich Zugangs-, Sperr- und Abstimmungsbedarf
Abstimmung der Prüfabschnitte mit Betrieb, Haustechnik, Nutzern und gegebenenfalls Fremdfirmen
Sichtprüfung, Messung und Funktionsprüfung entsprechend der jeweiligen Prüfaufgabe
Kennzeichnung geprüfter Betriebsmittel oder Prüffelder mit Status, Prüfdatum und gegebenenfalls nächster Prüffrist, soweit dies vom Auftraggeber verlangt wird
Dokumentation von Messwerten, Feststellungen, Grenzwertabweichungen, Bewertung des Prüfergebnisses und konkreten Maßnahmenempfehlungen
Klassifizierung von Mängeln nach der vom Auftraggeber vorgegebenen Systematik oder, sofern nicht vorgegeben, mindestens in sicherheitskritisch, wesentlich und geringfügig
Bereitstellung von Tages-, Wochen- oder Abschnittsberichten nach Bedarf des Auftraggebers
Unterstützung bei der Übergabe von Prüfdaten an CAFM-, CMMS- oder sonstige Dokumentationssysteme
Optional: Nachprüfungen nach Mängelbeseitigung auf Abruf zu den angebotenen Einheitspreisen
Jede Prüfung ist so zu dokumentieren, dass mindestens Prüfort, eindeutige Zuordnung des Prüfobjekts, Datum, eingesetztes Prüfverfahren, wesentliche Messwerte, Prüfergebnis, gegebenenfalls Mängelklassifizierung sowie Name oder Kennung der prüfenden Person nachvollzogen werden können.
Sicherheitskritische Feststellungen sind am Tag ihrer Entdeckung unverzüglich an den benannten Ansprechpartner des Auftraggebers zu melden. Zusätzlich ist eine schriftliche Dokumentation in der vom Auftraggeber geforderten Form bereitzustellen. Der Auftragnehmer ist nicht berechtigt, eigenmächtig dauerhafte betriebliche Freigaben zu erteilen oder Prüfintervalle ohne Beauftragung abzuändern; Empfehlungen sind zu dokumentieren.
Der Auftragnehmer hat auf Anforderung Auswertungen nach Standort, Gebäude, Kostenstelle, Anlagenart, Mängelkategorie oder Fristigkeit zu liefern, soweit dies auf Basis der bereitgestellten Datenstruktur möglich und beauftragt ist.
Preis- und Angebotsstruktur
Das kommerzielle Angebot ist entsprechend dem vorgegebenen Preisblatt abzugeben.
Erwartet wird eine transparente Preisstruktur, die mindestens folgende Komponenten abbildet:
Einheitspreise je Geräte- oder Anlagenkategorie
gegebenenfalls Mobilisierungs-, Einrichtungs- oder Projektmanagementpositionen
optionale Preise für Nachprüfungen, Sondertermine, zusätzliche Auswertungen und Mehrleistungen
etwaige Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Arbeiten unter besonderen
Teilnahme- und Eignungsanforderungen
Zur Teilnahme am Verfahren sind nur Unternehmen zugelassen, die ihre Eignung und Zuverlässigkeit anhand der geforderten Nachweise vollständig und fristgerecht belegen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende oder unklare Angaben im Rahmen der vergaberechtlich zulässigen Möglichkeiten aufzuklären oder nachzufordern.
Bewerber müssen nachweisen, dass sie personell und organisatorisch in der Lage sind, DGUV-V3-Prüfleistungen in der geforderten Qualität, im vorgesehenen Zeitraum und mit hinreichender Kapazität an den benannten Standorten zu erbringen. Der Einsatz von Nachunternehmern ist offenzulegen; deren Leistungsanteile und Qualifikation sind nachvollziehbar darzustellen.
| Anforderungsbereich | Mindestanforderung | Typischer Nachweis |
|---|---|---|
| Rechtliche Eignung | Ordnungsgemäße Unternehmensgründung und Berechtigung zur Leistungserbringung | Handelsregisterauszug oder gleichwertiger Registerauszug, Unternehmensangaben |
| Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe | Keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe nach anwendbarem Recht | Eigenerklärungen / Compliance-Erklärungen / ggf. Nachweise |
| Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit | Ausreichende wirtschaftliche Stabilität und Versicherungsschutz | Umsatzzahlen der letzten 3 Geschäftsjahre, Versicherungsnachweis |
| Berufliche / technische Leistungsfähigkeit | Nachweis vergleichbarer DGUV-V3-Projekte | Referenzliste mit Projektgröße, Zeitraum, Leistungsinhalt, Ansprechpartner |
| Personalqualifikation | Einsatz qualifizierter Prüfer und Projektverantwortlicher | Lebensläufe, Schulungs- und Qualifikationsnachweise, Nachweis befähigter Personen |
| Technische Ausstattung | Geeignete Mess- und Prüfmittel sowie digitale Dokumentationsfähigkeit | Geräteliste, Kalibrier-/Prüfnachweise, Software-/Prozessbeschreibung |
| Kapazität / Verfügbarkeit | Nachweis ausreichender personeller Ressourcen für die geforderten Termine und Standorte | Personaleinsatzmatrix, Verfügbarkeitsdarstellung |
Besondere Anforderungen an Personal und Fachkunde
Benennung eines verantwortlichen Projektleiters als zentraler Ansprechpartner
Nachweis, dass die vorgesehenen Prüfpersonen für die jeweilige Prüfaufgabe fachlich geeignet und aktuell qualifiziert sind
Fähigkeit zur sicheren Kommunikation auf Deutsch in der Auftragsabwicklung und an den Einsatzorten
Ausreichende Personalstärke zur parallelen oder fristgerechten Bearbeitung mehrerer Standorte, soweit gefordert
Sicherstellung einer geordneten Vertretungsregelung bei Ausfall von Schlüsselpersonal
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften sind zulässig, soweit sie ihre gesamtschuldnerische Haftung sowie die federführende Vertretung erklären. Der beabsichtigte Einsatz von Nachunternehmern ist mit Leistungsanteilen und Eignungsnachweisen offenzulegen. Der Auftraggeber behält sich vor, ergänzende Nachweise zu verlangen.
Einzureichende Unterlagen
Der Auftraggeber unterscheidet ausdrücklich zwischen Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb und Unterlagen für die Angebotsphase. Unvollständige oder nicht eindeutig zuordenbare Einreichungen gehen zu Lasten des Bewerbers beziehungsweise Bieters.
Soweit Formblätter oder Preisblätter vorgegeben werden, sind diese in der vorgegebenen Struktur zu verwenden. Änderungen an Pflichtformularen, Vorbehalte gegen wesentliche Vertragsbedingungen oder nicht zugelassene Nebenangebote können zum Ausschluss führen.
| Phase | Erforderliche Unterlagen |
|---|---|
| Teilnahmeantrag | Anschreiben, Teilnahmeformular, Unternehmensdarstellung, Eigenerklärungen, Registerauszug, Umsatzangaben, Versicherungsnachweis, Referenzen, Qualifikationsnachweise, Nachunternehmer- und Bietergemeinschaftserklärungen soweit zutreffend |
| Erstangebot | Technisches Leistungskonzept, Prüf- und Terminplanung, Personal- und Organisationskonzept, Qualitäts- und Dokumentationskonzept, Preisblatt / kommerzielles Angebot, etwaige geforderte Formblätter |
| Finales Angebot | Überarbeitete Endfassung des technischen und kommerziellen Angebots nach Abschluss der Verhandlungen, soweit angefordert |
Mindestinhalt des technischen Angebots
Darstellung des vorgesehenen Prüfkonzepts einschließlich Vorgehen je Leistungsbereich
Mobilisierungs-, Termin- und Ressourcenplanung
Beschreibung der Rollen des Schlüsselpersonals und der Vertretungsregelung
Darstellung der Qualitätssicherung und der internen fachlichen Aufsicht
Beschreibung des Dokumentations- und Datenübergabeprozesses einschließlich Schnittstellen
Konzept zur Mängelklassifizierung, Eskalation und Nachverfolgung
Formale Vorgaben, Einreichung und Fristen
Teilnahmeanträge und Angebote sind ausschließlich über den in den Vergabeunterlagen benannten elektronischen Kommunikationsweg einzureichen. Einreichungen per E-Mail, auf dem Postweg oder über sonstige Kanäle sind nur zulässig, wenn dies ausdrücklich zugelassen wurde.
Maßgeblich ist der fristgerechte Eingang auf der Vergabeplattform. Verspätet eingegangene Unterlagen können ausgeschlossen werden. Rückfragen sind innerhalb der bekanntgemachten Frist in Textform einzureichen. Antworten und Klarstellungen werden im Interesse der Gleichbehandlung grundsätzlich allen Verfahrensbeteiligten in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt.
Soweit nichts Abweichendes bestimmt ist, sind Teilnahmeanträge und Angebote in deutscher Sprache einzureichen. Nachweise und Bescheinigungen dürfen in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden; der Auftraggeber kann bei Bedarf eine Übersetzung verlangen.
| Punkt | Anforderung |
|---|---|
| Einreichungsweg | Elektronisch über die benannte Vergabeplattform |
| Sprache | Deutsch; Nachweise und Bescheinigungen ggf. Deutsch oder Englisch |
| Dateiformate | PDF für Erklärungen und Konzepte; Excel/XLSX für Preisblatt, soweit vorgegeben |
| Unterschrift | Gemäß Vorgaben der Vergabeunterlagen; elektronische Signatur nur soweit gefordert |
| Frist Teilnahmeanträge | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Frist Angebote | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Frist Bieterfragen | [Datum, Uhrzeit, Zeitzone] |
| Bindefrist | [Datum] |
| Nebenangebote | [zugelassen / nicht zugelassen] |
Prüfung, Auswahl und Zuschlag
Die Prüfung der Teilnahmeanträge erfolgt zunächst anhand der formellen Anforderungen, der Ausschlussgründe und der Eignungskriterien. Sofern mehr geeignete Bewerber vorliegen als zur Angebotsabgabe vorgesehen eingeladen werden sollen, erfolgt die Auswahl anhand der veröffentlichten Auswahlkriterien.
Die Wertung der Angebote erfolgt auf Grundlage der bekanntgemachten Zuschlagskriterien. Bewertet werden in der Regel Preis sowie qualitative Gesichtspunkte, insbesondere die fachliche Qualität des Leistungskonzepts, die Qualifikation und Einsatzplanung des Personals, die Qualität der Dokumentations- und Datenprozesse sowie das Mängel- und Eskalationsmanagement.
Für qualitative Kriterien kann ein Punktemodell mit einer Skala von 0 bis 5 Punkten je Unterkriterium angewendet werden. Der Preis kann nach der Formel niedrigster wertbarer Angebotspreis geteilt durch den Preis des jeweiligen Bieters multipliziert mit der Maximalpunktzahl bewertet werden.
Auswahlkriterien im Teilnahmewettbewerb
| Auswahlkriterium im Teilnahmewettbewerb | Gewichtung |
|---|---|
| Vergleichbare Referenzen in Art und Umfang | 40 % |
| Qualifikation und Erfahrung des vorgesehenen Schlüsselpersonals | 30 % |
| Organisation, Kapazität und Standortabdeckung | 20 % |
| Digitale Dokumentations- und Berichtsfähigkeit | 10 % |
Sofern die Zahl geeigneter Bewerber die vorgesehene Höchstzahl überschreitet, werden die Bewerber anhand der vorstehenden Auswahlkriterien gerankt. Der Auftraggeber beabsichtigt, mindestens [3] und höchstens [5] Bewerber zur Angebotsabgabe aufzufordern.
Zuschlagskriterien in der Angebotsphase
| Zuschlagskriterium | Gewichtung |
|---|---|
| Preis | 35 % |
| Technisches Leistungskonzept | 25 % |
| Personal- und Einsatzkonzept | 20 % |
| Dokumentation, Datenqualität und Schnittstellen | 10 % |
| Mängel-, Eskalations- und Qualitätssicherungskonzept | 10 % |
Kommunikation, Rückfragen und Verhandlungsregeln
Jegliche Kommunikation zum Verfahren erfolgt ausschließlich über die benannte Vergabe- beziehungsweise Kommunikationsplattform. Mündliche Auskünfte sind unverbindlich, sofern sie nicht nachträglich in Textform bestätigt und allen Verfahrensbeteiligten zugänglich gemacht werden.
Verhandlungen dienen der Präzisierung und Optimierung der Angebote. Verhandlungsgegenstand können insbesondere Termin- und Ablaufkonzepte, Personaleinsatz, Daten- und Berichtsschnittstellen, Preisstruktur sowie die Ausgestaltung optionaler Leistungen sein. Die Gleichbehandlung aller Bieter bleibt jederzeit gewahrt.
Der Auftraggeber behält sich vor, Bieterpräsentationen, Aufklärungsgespräche, Referenzabfragen oder Standortbegehungen durchzuführen, soweit dies in den Vergabeunterlagen vorgesehen oder zur sachgerechten Bewertung erforderlich ist.
| Regelungsfeld | Vorgabe |
|---|---|
| Kommunikationsweg | Ausschließlich über die benannte Plattform |
| Rückfragen | Nur in Textform und innerhalb der veröffentlichten Frist |
| Klarstellungen | Verbindlich nur, wenn schriftlich veröffentlicht oder mitgeteilt |
| Verhandlungsgegenstände | Technische, organisatorische und kommerzielle Inhalte im Rahmen der Vergabeunterlagen |
| Nicht verhandelbar | Mindestanforderungen, wesentliche Vergabegrundsätze, veröffentlichte Zuschlagskriterien |
| Präsentationen / Termine | Der Auftraggeber kann Aufklärungs- oder Verhandlungstermine ansetzen |
| Kosten der Teilnahme | Eine Kostenerstattung für die Teilnahme am Verfahren erfolgt grundsätzlich nicht |
Gleichbehandlung und Vertraulichkeit
Alle Verfahrenshandlungen erfolgen unter Wahrung der Transparenz, Gleichbehandlung und Vertraulichkeit. Informationen, die einzelnen Bietern im Rahmen zulässiger Aufklärung oder Verhandlung gegeben werden und für die Angebotserstellung erheblich sind, werden in geeigneter Form allen betroffenen Bietern zugänglich gemacht.
Wesentliche Vertrags- und Compliance-Bedingungen
Mit Angebotsabgabe erklärt der Bieter grundsätzlich seine Bereitschaft, die wesentlichen Vertragsbedingungen zu akzeptieren. Dazu zählen insbesondere Anforderungen an Arbeitssicherheit, Zugangs- und Sicherheitsregelungen, Vertraulichkeit, Datenschutz, Einsatz qualifizierten Personals, Dokumentationspflichten, Reaktionspflichten bei sicherheitskritischen Mängeln sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechts- und Regelwerke.
Der Auftragnehmer hat sicherzustellen, dass nur fachlich geeignetes und nachweislich qualifiziertes Personal eingesetzt wird. Für Prüfungen sind nur zur Prüfung befähigte Personen beziehungsweise geeignete Elektrofachkräfte oder entsprechend qualifizierte Personen entsprechend den anwendbaren Regelwerken einzusetzen. Messgeräte müssen in geeignetem Prüf- und Kalibrierzustand sein.
Der Auftraggeber kann im Vertragsentwurf weitere Regelungen zu Leistungsfristen, Abnahme, Rechnungsstellung, Dokumentationsstandards, Haftung, Vertragsstrafen, Ersatzpersonal, Nachunternehmern, Qualitätsaudits und Sonderleistungen vorsehen.
| Thema | Wesentliche Anforderung |
|---|---|
| Rechts- und Regelwerkskonformität | Einhaltung der jeweils anwendbaren gesetzlichen, berufsgenossenschaftlichen und elektrotechnischen Bestimmungen |
| Arbeitssicherheit / HSE | Einhaltung der standortspezifischen Sicherheitsregeln, Unterweisungen, Freigaben und Zugangsvorschriften |
| Personal | Einsatz qualifizierter, unterwiesener und sprachlich geeigneter Mitarbeiter; Ersatzpersonal nur mit gleichwertiger Qualifikation |
| Mess- und Prüfmittel | Geeigneter Kalibrier- beziehungsweise Prüfstatus und nachvollziehbare Gerätezuordnung |
| Dokumentation | Vollständige, prüfbare, objektbezogene und digital auswertbare Dokumentation |
| Mängelmeldung | Sofortmeldung kritischer Mängel und strukturierte Übergabe aller offenen Punkte |
| Datenschutz / Vertraulichkeit | Schutz vertraulicher Informationen und Einhaltung anwendbarer Datenschutzvorgaben |
| Nachunternehmer | Einsatz nur nach Offenlegung und im Rahmen der vergaberechtlichen beziehungsweise vertraglichen Vorgaben |
| Abrechnung | Abrechnung nach vereinbartem Preisblatt, Leistungsnachweis und vertraglichen Rechnungsanforderungen |
Weitere mögliche Vertragsinhalte
Vereinbarung von Service Levels für Terminbestätigung, Berichtslieferung und Mängelmeldung
Regelungen zur Abnahme von Teilleistungen und Abschlussdokumentation
Prüf- und Auditrechte des Auftraggebers hinsichtlich Leistungsausführung und Datenqualität
Vorgaben zur Aufbewahrung und Übergabe von Prüfunterlagen bei Vertragsende
Regelungen für Mehr- und Minderleistungen sowie Abruf optionaler Leistungen
